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REVIEW GERMAN

MCR 133.2 AIR LIQUIDE
LET YOUR EARS BE THE RECEIVER

 

Grow Magazin 04/04

Wer meint da, es sei unmöglich, es mit nur einem Techno-Album allen Recht zu machen, der kennt wohl immer noch nicht „Air Liquide“. Auf ihrer aktuellsten (und 12.) Scheibe „Let Your Ears Be The Receiver“ reist das Ohr des dazugehörigen, meist tanzenden Körpers durch neohistorische wie aktuelle Welten vieler Tanzfl ur-Genres. Immer wohl angetrieben durch eine kickende, überzeugende 4/4 Bassdrum. Etwas Soul, mal House, dann typisch englisch klingende Elemente, eine Prise Minimal oder Pur- Techno und zu guter Letzt noch moderne Elektro-Sounds, so schmeckt uns die hier gebotene Musik-Rezeptur. Von Anfang bis Ende der CD merkt man sehr, dass „Air Liquide“ einen Club (Camou fl age, Köln) ihr Eigen nennen dürfen. Dieser ist nämlich praktischerweise gleichwohl auch ihr Tonstudio… Dadurch ist das Mixing, für den Party-Bedarf und das dort abrockende, euphorische Folk, optimal ausbalanciert arrangiert. Nicht umsonst verlieh ihnen der britische „New Musical Express“ bereits 1995 den unschlag- und unübertragbaren Adelstitel einer „fi rst electronic supergroup since Kraftwerk“.

 

Piranha 05/04 ­4 Punkte

Das muntere Berliner/Kölner Duo präsentiert sein nunmehr zwölftes (yo! Staun, die Herren sind eben schon seit 1991around...) Album und ist darauf vielleicht tanzbarer als je zuvor. Gerne mag man da sein Ohr Empfänger sein für die wilde Melange aus Electro, House, Funk & Soul, Disco, Dub und Pop. Bei den ersten beiden Tracks haben die top umtriebigen Jammin1 Unit und Dr. Walker die eine Hälfte von Captain Comatose, nämlich Jammin1 Units Bruder Khan ans Mikro geholt und dessen dreckige Interpretation von Funk und Disco ist keine so schlechte Einführung ins Sounduniversum von Air Liquide. Einmal mehr beweisen die beiden, dass sie es meisterhaft verstehen sich einen Dreck um Genres und Hypes zu scheren und inmitten des allgemein verbreiteten multistilistischen Electronica- Taumels ihr unverkennbar eigenes Ding zu machen. Schicke Gastvocals auch sonst (Mary S. Applegate, Marcea und MCUniversal) und "I Do My Best" ist der heißeste Donna- Summer- Neo- Disco- Track des Jahres so far. Der coole Scheiß also mit ziemlich knackigen Christopher Just-Remix als Bonus. ()

 

Fresh Guide Nordost/Mitteldeutschland 04 / 04

Stilmix ist ja ein sehr beliebtes Wort in Presseinfos von Plattenfirmen und trotzdem passt es doch bei dem mittlerweile zwölften Album von Air Liquide so gut wie selten. Schon der Starter " So much Love" rockt mit Bootyelectro und Discostrings und wird ab der Hälfte zu einem ravigen Housestück das stark an frühere T´N´I Stücke erinnert. So zieht sich der Stilmix durch das ganze Album. Lagerfeuerromantik "fuckdup", Technosoul "I do my best" , Dub und Reggae "Let your ears be the receiver", "autopilot" oder auch mal klassischer Acid. Das Album kann aber nicht wirklich nicht in die berühmte Schublade gesteckt werden, denn das wäre nie gerecht. Was bleibt ist ein nie langweiliger oder verkopfter Hörspaß´für die ganze Generation Club. Denn für diese ist das Album gemacht.

 

 

   
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